Quelle:Die Einträge entstammen Wikipedia und der Internetseite der Verbandsgmeinde Wittlich-Land:

 

Klausen:

          

Klausen, ein anerkannter Erholungsort am Rande der Moselberge, wird aus den früheren Gemeinden Krames und Pohlbach gebildet.
Im Jahre 1442 fand Klausen eine erste Erwähnung, als der Marienverehrer Eberhard auf einer noch unbebauten Stelle (Ort der heutigen Kirche von Eberhardsklausen) eine Holzfigur aufstellte, die Maria mit dem vom Kreuz genommenen Jesus im Arme darstellte (Pietà). Anlass zur Gründung des Klosters war ein Holzbildchen, dass der Tagelöhner und Einsiedler Eberhard Daub im Jahre 1440 an einem Bildstock aufstellte.  Die Figur wurde bald in ein so genanntes Marienhäuschen versetzt. Zwei Jahre später erfolgte die Errichtung der ersten Kapelle an der Stelle des Marienhäuschens. Später wurde an diesem Ort eine Kapelle errichtet, von 1446 bis 1449 wurde an derselben Stelle eine gotische Hallenkirche gebaut. Am 25. März 1449 wurde die ab 1446 durch den Antwerpener Baumeister Cluys neu erbaute spätgotische Marienkirche vom Trierer Erzbischof Jakob I. von Sierck geweiht. Um 1480 kam der noch heute dort befindliche geschnitzte Hochaltar in die Kirche. Er ist eines der frühesten erhaltenen Beispiele der Antwerpener Retabelproduktion. Ein bei der Kirche erbautes Kloster der Augustiner Chorherren der Windesheimer Kongregation (bekannt als Kloster Eberhardsklausen) wurde 1461 geweiht. Die Kirche entwickelte sich schon bald zum Ziel einer Wallfahrt, die bis heute regen Zulauf hat. Auf dem Kirchturm befindet sich das Eberhardsfässchen.

Im Zuge des Polnischen Erbfolgekriegs schlugen am 20. Oktober 1735 im Gefecht bei Klausen nahe Klausen kaiserliche Truppen unter dem Kommando Friedrich Heinrich von Seckendorffs ein von Marschall François de Franquetot de Coigny geführtes französisches Heer.

1802 erfolgte die Auflösung des Augustinerchorherrenstifts. Die Klosterkirche wurde zur Pfarrkirche, die auch die zahlreichen Pilger seelsorgerisch betreute. 1927 wurde die Pfarrei in Klausen zum Dekanat erhoben. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

 

Pohlbach und Krames: Krames und Pohlbach wurden erstmals im 12. bzw. 13. Jahrhundert genannt. An der Grenze dieser beiden Ortsteile entstand im 15. Jahrhundert das Kloster Eberhardsklausen. Die heutige Gemeinde Klausen wurde am 7. Juni 1969 aus den bis dahin eigenständigen und gleichzeitig aufgelösten Gemeinden Krames (damals 408 Einwohner) und Pohlbach (611 Einwohner) neu gebildet. Eberhardsklausen mit dem Klostergebiet war keine eigenständige Gemeinde, sondern gehörte teilweise zu Krames und teilweise zu Pohlbach. Bis zur Zusammenlegung der Gemeinden Pohlbach und Krames gab es nur die Pfarrei Klausen.

Wissenswertes: Heute ist Klausen ein staatlich anerkannter Erholungsort und zudem eine bedeutende Wallfahrtsstätte. 2008 wurde das Kloster „Katharina von Siena“ neu gegründet.

Im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ war Klausen im Jahr 1988 Sieger der Hauptklasse auf Kreis- und Bezirksebene und erhielt den Sonderpreis „Die ökologische Gemeinde“ auf Landesebene.

Sehenswert ist die Wallfahrtskirche und deren Umgebung.

 

Sehlem:

    

Die Gemeinde Sehlem wurde zu Anfang des 11. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt. In der Pfarrkirche aus dem Jahre 1837, die dem Heiligen Georg geweiht ist, befindet sich der Grabstein von Georg von Esch (1532 bis 1560). Der Kirchturm stammt bereits aus dem 16. Jahrhundert. An der Ostwand (Außenwand) der Sakristei ist ein Renaissanceepitaph aus grauem Sandstein aus dem Jahre 1575 angebracht, das an Ernst Albert von Esch erinnert. Die Herren von Esch besaßen in Sehlem das Patronatsrecht und den Zehnten. Sehlem war Teil von Kurtrier. Ab 1794 stand Sehlem unter französischer Herrschaft, 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist er Teil des neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Sehenswert ist die Pfarrkirche.

 

Esch:

       

Esch wurde erstmals 1086 unter dem Namen Asche urkundlich erwähnt. Die Gemeinde Esch war früher Sitz der Ritter von Esch. Diese zählten von Mitte des 11. Jahrhunderts bis Ende des 16. Jahrhunderts zu den bedeutendsten Adelsfamilien im Wittlicher Raum. Nach dem Aussterben der Familie von Esch gegen Ende des 16. Jahrhunderts verlor der Ort an Bedeutung, und die beiden Burgen, die obere und die niedere Burg, zerfielen. Von der mittelalterlichen Burganlage, dem Rittersitz Esch, ist noch das schlichte Burghaus (Zehnthaus) aus dem 16. Jahrhundert erhalten, das auf einer kleinen Erhebung steht. Das Haus mit seinen drei Ställen und den zwei Zehntscheunen wurde 1721 vom Erzbischof von Trier erbaut und gilt als das älteste Dorfhaus. Die ehemalige Burgkapelle (1771) erinnert ebenfalls noch heute an die Ritter von Esch. Nördlich des Ortes, am Ufer der Salm, befindet sich die Escher Mühle, eine ehemalige Bannmühle der Herren von Esch. Die Ortschaft Esch ist auch der Geburtsort des Eberhard von Esch (1393-1451), dem Begründer des Wallfahrtsortes Klausen. Eberhard war Tagelöhner im Dienst des Grafen Gottfrieds von Esch.

Sehenswert sind die ehemalige Burgkapelle, das Burghaus mit der Zehntscheune, das Koppensteinkreuz am Ortseingang und ein Bildstock unmittelbar neben dem Bürgerhaus. In der Pfarrkirche von Sehlem befindet sich der Grabstein von Georg von Esch (1532-1560). Ebenfalls befindet sich im Inneren der Pfarrkirche ein Renaissance-Epitaph (Grabstein) aus grauem Sandstein des Ernst Albrecht von Esch aus dem Jahre 1575.