St. Rochus – Namespatron unserer Schule:

Rochuskapelle: Sehlem, Gemeinde Sehlem

An der (alten) Bundesstrasse von Wittlich nach Trier an der Abzweigung nach Sehlem. Im Inneren Reste eines Pestkreuzes von 1631. Gestiftet von Pfarrer Johann Oligh und den Einwohnern. 1631 Höhepunkt der Pest in Sehlem mit 87 Toten.

Quelle: Datenbank der Kulturgüter

             

 

St. Rochus

St. Rochus von Montpellier (* in Montpellier; † ebenda, lebte den Überlieferungen nach zwischen 1295 und 1379) ist ein einzig über Legenden belegter, nichtkanonisierter Volks-Heiliger der katholischen Kirche, welcher der Legende nach auf einer Pilgerfahrt nach Rom vielen Pestkranken half.

Auch wenn er niemals heiliggesprochen wurde, wurden seine Gebeine in Venedig zu Ehren der Altäre erhoben und die in der Pestzeit entstandenen Rochusbruderschaften mit päpstlichen Privilegien ausgestattet. In manchen Regionen wird er zu den vierzehn Nothelfern gezählt und gilt als Schutzpatron der Pestkranken, anderer von Seuchen befallener Erkrankter (vor allem mit Symptomen an Haut und Beinen), der Siechenhäuser und der (erkrankten) Haustiere. Sein Gedenktag ist der 16. August, der überlieferte Todestag.

Quelle: Wikipedia

 

Die Legende des heiligen Rochus:

In Frankreich lebte in der Stadt Montpellier ein reicher Herr mit Namen Johannes, der hatte eine Ehefrau, die hieß Liberia. Sie waren lange Zeit kinderlos. Endlich wurde ihr Gebet erhört, und die Frau gebar ihrem Mann einen Sohn, der in der Taufe den Namen Rochus empfing. Das geschah um das Jahr 1295. Auf der Brust des Knaben befand sich ein rotes Kreuz in seine Haut eingedrückt, was alle als ein besonderes Gnadenzeichen ansahen. Das Kind wurde in alle Frömmigkeit erzogen. Rochus hatte jedoch kaum sein 20. Lebensjahr erreicht, da starben ihm nacheinander sein Vater und seine Mutter. Sein Vater ermahnte ihn auf dem Totenbette, er solle sich nicht blenden lassen vom Glanz dieser Welt und sein Herz nicht an Geld hängen, das er ihm hinterlasse, sondern allezeit auf jene sehen, die der Unterstützung bedurften und ihnen im Namen Jesu helfen. Der Jüngling befolgte des Vaters Rat und teilte von seinem reichen Erbe mit vollen Händen aus, bis ihm nichts blieb als ein Rock, ein Pilgerstab und ein Sack. Den nahm er auf die Schultern und zog von hinnen als einfacher Pilgersmann. Er überquerte die Alpen, denn er wollte an den Gräbern der Apostel zu Rom beten. Auf dem Wege erbettelte er sein Brot und nächtigte in den Häusern der Armen. Als er aber in die fruchtbare Ebene der Lombardei herniederstieg, da hört er, daß in Italien der schwarze Tod umging und keinen verschonte, der ihm begegnete. Die anderen Pilger, die bei ihm waren, kehrten sogleich voller Schrecken um und entflohen der furchtbaren Seuche. Er aber war angerührt von der Tod, die er antraf, und der Worte seines Vaters gedenkend, wandte er sich sogleich denen zu, dies einer Hilfe bedurften. Er besuchte die Häuser der Kranken, ging in die Spitäler und diente den von der Krankheit Befallenen mit all seiner Kraft. Doch auch in Rom wütete die Seuche gar schrecklich; er ließ sich aber nicht abhalten von seinem mitleidigen Tun; er pflegte, reichte Speise und Medizin, wachte in den Nächten bei den Sterbenden und sprach den Ängstlichen Mut zu. Unermüdlich war bei seinem Liebeswerk, überall brachte er Hilfe und Heilung, Hoffnung und Trost. So erschien er den Unglücklichen wie ein Licht in ihrer leidvollen Dunkelheit. Auf dem Rückweg gelangte er in die Stadt Piacenza. Dort verhielt er, um auch hier die Pestkranken zu pflegen. Aber nun wurde er selbst vom Pestpfeil getroffen!

Quelle: Bistum Mainz